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FSME-Impfung als Vorbeugung

Der Frühsommer-Meningoenzephalitis kann auf zwei Wegen vorgebeugt werden. Zum einen durch die Vermeidung von Zeckenstichen und den Verzicht auf Rohmilch. Im Hinblick auf Zecken bieten sämtliche präventive Maßnahmen wie Repellents (Insektenschutzmittel) und die richtige Kleidung keinen vollständigen Schutz. Auch das schnelle und korrekte Entfernen der Zecke ist, anders als bei Borreliose, nur bedingt schützend.

Bewährt hat sich hingegen die Impfung gegen FSME. Auch sie bietet, wie jede andere Immunisierung, keinen 100%-igen Schutz gegen die Infektion. Die auf Erfahrungen basierten Werte zeigen allerdings ein geringes Restrisiko von maximal 4%.

 

Grundimmunisierung in drei Schritten

Für einen möglichst hohen Schutz gegen FSME ist eine Grundimmunisierung in drei Schritten notwendig. Dabei wird ein bis drei Monate nach der ersten Injektion eine weitere Gabe des Impfstoffes durchgeführt. Fünf bis zwölf Monate später erfolgt die dritte Impfung und damit der Abschluss der Grundimmunisierung.

FSME Impfung

FSME Impfung

Diese kann jederzeit beginnen, empfehlenswert ist allerdings sowohl Beginn als auch Abschluss auf den Winter zu legen. Auf diese Weise besteht bereits im ersten Frühjahr ein gewisser Schutz. Weiterhin ist ein Zeckenstich im Winter unwahrscheinlicher, wodurch die Immunisierung sicherer wird.

 

FSME-Impfstoff

Bei der Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis handelt es sich um eine sogenannte aktive Immunisierung. Das Mittel besteht aus FSME-Viren, die durch eine spezielle Behandlung vermehrungsunfähig sind. Als Zugabe findet sich in dem Impfstoff ein sogenanntes Hilfsmittel, bei dem es sich zumeist um Aluminiumhydroxid handelt.

 

Wirkung der Schutzimpfung

Weil der Impfstoff die tatsächlichen FSME-Viren in unfruchtbarer Form enthält, liegt die eigentliche Wirkung in der Reaktion des menschlichen Körpers.
Werden die Viren injiziert, erkennt der Körper die Erreger und beginnt damit sie zu bekämpfen. Die Informationen zu den FSME-Viren und den erforderlichen Maßnahmen werden im Körper gespeichert und bei einer erneuten Infektion abgerufen. Das Mittel nutzt also die natürliche Immunantwort aus.

Das beigegebene Hilfsmittel verstärkt die Impfwirkung. Durch die behandelte Form der Viren können sich diese nicht im Körper ausbreiten und so auch nicht zu einer Infektion führen.

 

Nebenwirkungen der Impfung

Wie bei jeder Impfung ist auch bei der FSME-Immunisierung mit vorübergehenden Nebenwirkungen zu rechnen. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Entzündungen, Schwellungen und Ausschlag an der Einstichstelle
  • Fieber, vor allem bei Kindern
  • Schmerzen in Gelenken und Muskeln
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Schwindel
  • allergische Reaktionen
  • Schüttelfrost
  • Entzündungen der Nerven
  • Abgeschlagenheit, Schwäche und Müdigkeit
  • Einschränkungen der Sehkraft
  • Schüttelfrost

 

Muss ich eine FSME-Impfung auffrischen lassen?

Für einen anhaltenden Impfschutz gegen FSME ist eine Auffrischung sinnvoll. Diese wird allerdings in verschiedenen Abständen empfohlen. Die Zeiträume zwischen den Impfungen richten sich hierbei nach den Herstellerangaben des Impfstoffs und den jeweiligen Anforderungen des Landes.
Sie bewegen sich zwischen drei und zehn Jahren.

Um ein Nachlassen der Immunität und zugleich unnötige Injektionen zu vermeiden, ist eine vorherige Feststellung der noch vorhandenen Antikörper ratsam. Hierfür reicht eine einfache Blutentnahme aus.
Gibt es auch für Kinder eine FSME-Impfung?

Eine FSME-Impfung ist generell ab einem Alter von einem Jahr möglich. Für sinnvoll erachten sie viele Ärzte jedoch erst ab dem dritten oder gar sechsten Lebensjahr. Die Gründe hierfür liegen sowohl im Krankheitsverlauf als auch in der Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen.

Zum einen sind in diesem Alter lediglich mild ausgeprägte Symptome zu erwarten – sofern die Krankheit überhaupt ausbricht. Zum anderen ist das Risiko unerwünschter Impf-Nebenwirkungen deutlich geringer.

Kann die FSME-Grundimmunisierung schneller erfolgen?

Es ist möglich, bei der FSME-Impfung ein sogenanntes Schnellschema anzuwenden. Hierbei erfolgen die erste und zweite Injektion in kürzeren Abständen, die von ein bis drei Wochen reichen. Die dritte Impfung wird etwa ein Jahr später verabreicht.

 

Wann ist eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis sinnvoll?

Eine gezielte Immunisierung gegen FSME ist immer dann sinnvoll, wenn ein Aufenthalt in einem Risikogebiet geplant wird, der Betreffende einer Risikogruppe angehört oder Zeckenstiche durch Beruf oder Freizeitgestaltung nicht ausgeschlossen werden können.
Auch wer sich selten im Freien aufhält, aber schon häufiger an Zeckenstichen litt, ist mit einer Impfung gut beraten.

 

Wer trägt die Kosten der Impfung?

Bei Personen, die in Risikogebieten leben, werden die Kosten der FSME-Impfung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer beruflich viel Zeit im Freien verbringt und dadurch ein höheres Risiko für Zeckenstiche aufweist, kann eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber beantragen. Doch auch für Reisende ist eine Erstattung möglich. Krankenkassen übernehmen bereits den Schutz gegen FSME als so genannte Reiseimpfung.

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