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Borreliose-Impfung jetzt auch für Pferde möglich

Was bislang ausschließlich Hunden vorbehalten war, gibt es nun ebenfalls für Pferde. Nun können auch sie vor Borreliose, die Krankheit, die von Zecken übertragen wird, geschützt werden. Der neue Pferdeimpfstoff macht sich die Entwicklung des Impfstoffes für Hunde zum Vorteil und schützt in seiner ganzen Breite gleich vor drei der hierzulande verbreiteten Bakterienstämme.

Was ist das Besondere an dem Pferdeimpfstoff?

Das Besondere an dem Impfstoff für Pferde ist der einzigartige Wirkmechanismus. So entfaltet sich die Schutzwirkung bereits in der Zecke selber. Durch die Impfung bilden sich bestimmte Abwehrstoffe im Körper des Pferdes, die die Übertragung der Borrelien blockieren. Bei einem Zeckenbiss nimmt die Zecke auch die im Blut befindlichen Antikörper auf. Diese gelangen in den Darm der Zecke, wo sie die krank machenden Borrelien abtöten. Demzufolge können die schraubenförmigen Bakterien erst gar nicht auf das Pferd übertragen werden.


Impfung für jedes Pferd und ab wann?

Der neue Pferdeimpfstoff wurde umfangreich auf Verträglichkeit und Wirksamkeit getestet. Grundsätzlich dürfen nur gesunde Pferde und Fohlen ab zwölf Wochen geimpft werden. Für die Grundimmunisierung sind zwei Injektionen in einem Abstand von zwei bis drei Wochen notwendig. Danach wird die Impfung einmal im Jahr aufgefrischt, im Idealfall vor Beginn der Zeckenzeit.


Borreliose beim Pferd: schwer zu erkennen

Bislang ist die Borreliose-Erkrankung bei Pferden wenig erforscht. Dennoch können Humpeln, Lahmen oder entzündete und angeschwollene Gelenke erste Anzeichen auf Borreliose sein. Ein steifer Gang und chronischer Gewichtsverlust sind ebenso Hinweise. Die bei betroffenen Menschen sichtbare Wanderröte tritt beim Pferd gar nicht auf oder wird durch das Fell nicht bemerkt. Unbehandelt bohren sich die spiralförmigen Bakterien tiefer durch das Gewebe und können Monate oder Jahre später schmerzhafte Entzündungen der Gelenke hervorrufen.

Im schlimmsten Fall kann die Krankheit bei einem Pferd das zentrale Nervensystem sowie Herz und Nieren angreifen. Das Pferd hat Koordinationsschwierigkeiten und Schluckbeschwerden. Antriebslosigkeit, Leistungsabfall, Fieber und Muskelschäden sind weitere Symptome. Das kommt allerdings nur selten bei infizierten Pferden vor.


Wann ist die Borreliose-Impfung sinnvoll?

Nicht immer ist eine Behandlung mit Antibiotika erfolgreich, da mitunter einzelne Borrelien überleben und noch nach Monaten Krankheitsschübe auslösen können. Aufgrund dessen ist die vorsorgliche Borreliose-Impfung für Pferde eine gelungene Alternative – zumal es kein wirksames Präparat zum Schutz vor Zecken gibt. Die Impfung empfiehlt sich für Pferde, die auf zeckenreichen Weideflächen leben und in Gebieten mit hohem Zeckenrisiko unterwegs sind.

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