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Borreliose – Zeckenbiss mit Folgen

Borreliose beschreibt einen Sammelbegriff für jede Krankheit, die durch bestimmte spiralförmige Bakterien – die Borrelien – hervorgerufen wird. Als bekannteste Krankheiten gelten die Lyme-Borreliose und das Rückfallfieber. Aufgrund der Mehrheit der Lyme-Borreliose, wird diese häufig auch als Borreliose bezeichnet.

Die Lyme-Borreliose kann den gesamten Organismus befallen und bleibende Schäden hervorrufen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und ausreichend behandelt wird. Erfolgt eine geeignete Therapie, ist Borreliose jedoch heilbar. Das Rückfallfieber, eine ebenfalls durch Borrelien verursachte bakterielle Infektionskrankheit, wird durch mehrmalige Fieberschübe charakterisiert. Es tritt in Deutschland jedoch äußerst selten auf und wenn, dann nur als mitgebrachte Reiseerkrankung.

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Lyme-Borreliose = Borreliose

Zeckenbiss in der Kniekehle mit Wanderröte

Zeckenbiss in der Kniekehle mit Wanderröte

Die Lyme-Borreliose wird durch spezielle Stämme der Borrelien hervorgerufen, welche Willy Burgdorfer im Jahre 1982 entdeckte. Ihm verdanken sie auch ihren Namen ‚Borrelia burgdorferi‘ (ein so genanntes Schraubenbakterium). Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich also um eine Unterart der Borreliose, die alle Organe befallen kann. Der Verlauf der Krankheit wird in drei Stadien unterteilt, die sich durch einen zunehmenden Schweregrad der Symptome äußern, aber nicht immer klar voneinander abgegrenzt werden können.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt Borreliose – Diagnose und Verlauf.

 

Entstehung einer Borreliose

Die Zecke gilt als Hauptauslöser der Borreliose bei Menschen und Haustieren.

Die Zecke gilt als Hauptauslöser der Borreliose bei Menschen und Haustieren.

Borreliose entsteht, wenn Borrelien durch einen Parasiten (vorranig der Zecke) oder durch direkten Blutkontakt mit einem infizierten Lebewesen, in die Blutbahn gelangen. Hier angekommen verbreiten sich die Bakterien zunächst über die Haut und schließlich im ganzen Organismus. Sie zerstören Gewebe und greifen Nerven an. Die Zecke gilt als Hauptauslöser der Borreliose bei Menschen und Haustieren, z.B. Hunden. Sie kann aber auch durch andere blutsaugende Insekten, wie beispielsweise die Stechmücke, Pferdebremse oder der Laus übertragen werden.

 

Die Symptome der Borreliose im Überblick

Liegt eine Infektion mit Borrelien vor, kann eine Vielzahl von Symptomen auftreten. Wie schnell und in welchem Ausmaß diese auftreten hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein gilt, dass Kinder und ältere Menschen schneller Symptome aufweisen, die eine schwerere Ausprägung zeigen. Ebenso Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei gesunden Erwachsenen ist es jedoch möglich, dass die Krankheit symptomlos, vollständig oder zumindest zeitwillig stumm verläuft.

Zu den ersten Symptomen der Lyme-Borreliose (welche in Schüben auftreten können) gehören:

  • Rötungen und Entzündungen der Haut
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Abgeschlagenheit, anhaltende Müdigkeit und Schwäche
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Muskel- und Nervenschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Geschwollene Gelenke
  • Geschwächter Allgemeinzustand, ähnlich einer Grippe
  • Taubheit
  • Lähmungen
  • Beeinträchtigungen der Konzentration und des Erinnerungsvermögens
  • Änderungen des Wesens
  • Abrupte Stimmungsschwankungen

 

Da alle genannten Symptome, mit Ausnahme der Wanderröte, auf eine Vielzahl anderer Krankheiten hinweisen können, z.B. FSME, sind sie nicht als krankheitsbeweisend anzusehen. Auch wenn Sie also mehrere der Krankheitsanzeichen aufweisen, bedeutet das noch nicht, dass Sie an Borreliose erkrankt sind.

 

Die Wanderröte ist ein deutliches Zeichen einer Borreliose

Wie schon erwähnt, sind die Symptome der Borreliose vielfältig und unterscheiden sich von Mensch zu Mensch teilweise sehr stark. Die eindeutige Diagnose ist dadurch oftmals sehr schwierig. Selbst labortechnische Untersuchungen von Blutproben geben nicht in jedem Fall verlässliche Antworten. So kann eine Blutprobe ein negatives Ergebnis aufweisen, obwohl eine Borreliose vorliegt. Ebenso kann sie jedoch einen offenbar falschen positiven Befund erhalten, da die Infektion bereits vor Jahren abgeklungen, die Antikörper aber noch vorhanden sind.

Die Wanderröte ist ein deutliches Indiz für eine Borreliose

Die Wanderröte ist ein deutliches Indiz für eine Borreliose

Relativ sicher zu erkennen ist die Borreliose jedoch an der Wanderröte (Erythema migrans). Diese Rötung tritt einige Stunden oder mehrere Wochen nach der Übertragung der Borrelien auf. Typischerweise an der infizierten Stelle, also beispielsweise im Bereich des Zeckenstichs. Im Verlauf der Infektion kann die Wanderröte, wie der Name bereits verrät, wandern. Sie kann größer, kleiner, dunkler oder heller werden. Die Wanderröte kann sich als kreisrunde Rötung oder als Strich äußern, sie kann klar abgegrenzt oder eher diffus auftreten. In einigen Fällen tritt die Wanderröte auch ohne jegliche Rötung auf, ist jedoch als merklich hitzewerfende Hautstelle vorhanden.

 

Nicht immer kommt es zu einer Wanderröte

So krankheitsbeweisend die Wanderröte auch ist, leider tritt sie nur in etwa 50 Prozent der Infektionen auf. Allerdings könnte dieser Schätzwert zu niedrig angesetzt sein, da die Rötung ebenso wie der Zeckenstich häufig unbemerkt bleibt. Verantwortlich hierfür sind die bevorzugten Stichstellen der Zecken. Denn die Parasiten wählen meist stärker behaarte Hautstellen, wie beispielsweise die Kopfhaut, Hautfalten und Beugen. Zudem wird eine gerötete, leicht geschwollene Hautstelle meist mit einem Stich anderer Insekten verwechselt. Dadurch kann die Wanderröte schlicht unentdeckt bleiben, übersehen oder verwechselt werden.

 

Zeckenbiss – Ab wann zum Arzt?

Hat eine Zecke längere Zeit Blut gesaugt, besteht ein erhöhtes

Hat eine Zecke längere Zeit Blut gesaugt, besteht ein erhöhtes Risiko für Borreliose.

Nicht jede Zecke überträgt Borreliose. Und selbst wenn Sie von einer Zecke gebissen – oder richtiger – gestochen werden, bedeutet das nicht automatisch die Übertragung der Erreger. Ein erhöhtes Risiko für eine Borreliose besteht allerdings, wenn die Zecke bereits längere Zeit Blut gesaugt hat. Ist dies der Fall, wirkt die Zecke prall gefüllt, hat einen glänzenden und meist hellgrauen Körper. An der Zecke oder in ihrer unmittelbaren Umgebung sind kleine Krümel zu erkennen. Trifft dies zu, entfernen Sie die Zecke und suchen schnellstmöglich einen Arzt auf. Eine potenzielle Borreliose kann dann schon frühzeitig behandelt werden.

Mehr Informationen zu Zecken

Auch wenn Sie in den Stunden, Tagen oder sogar Wochen nach einem Zeckenbiss rote oder sehr warme Stellen auf der Haut feststellen, ist eine Infektion mit Borrelien möglich und sollte ärztliche behandelt werden. Die stellenweise Rötung der Haut, zumeist im Bereich des Zeckenbisses, wird als Wanderröte bezeichnet und ist ein recht verlässlicher Hinweis auf eine Borreliose. Leider tritt sie jedoch nur in etwa der Hälfte der Borreliose-Fälle auf. Auch ohne Wanderröte kann also eine Infektion durch Borrelien vorliegen.

 

Arztbesuch auch bei allgemeinen Grippesymptomen

Ein Arztbesuch ist auch dann angeraten, wenn allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Fieber, Schmerzen und Schwellungen in den Gelenken oder Kopfschmerzen auftreten. Die Borrelieninfektion erinnert zunächst an eine Grippe, weshalb sich eine Diagnose als schwierig erweisen kann.

Wurden Sie von einer Zecke gestochen und stellen sich in der Folgezeit die erwähnten Symptome ein, sollten Sie einen Arztbesuch nicht herauszögern. Denn wie bei vielen Krankheiten gilt auch hier, dass eine frühzeitige Diagnose und Behandlung bleibende Schäden verhindern oder zumindest auf ein Minimum begrenzen kann.

 

Borreliose bei Kindern

Kinder zeigen häufig schneller Symptome einer Borreliose als Erwachsene. Die Art der Symptome unterscheidet sich jedoch nicht. Werden Kinder frühzeitig behandelt, kann die Borreliose sehr schnell und, nach heutigem Kenntnisstand, vollständig ausgeheilt werden. Schäden bleiben nur sehr selten zurück.

 

Ratgeber: Borreliose erkennen und wirksam behandeln

Oft leiden Betroffene nach (bewusstem oder unbewusstem) Zeckenkontakt an grippeähnlichen Symptomen. Ärzte fragen bei diesen Zuständen selten nach vorausgegangenen Zeckenstichen – eine unzureichende Aufklärung ist die Folge.

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Borreliose durch Zeckenbiss
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